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Christine Lauterburg - Vereinigung von Tradition und Moderne

von Cindy Geyersbach


Wer das Jodeln auf eine etwas andere Art kennenlernen möchte, ist bei Christine Lauterburg ganz richtig. Denn sie vereint das Traditionelle mit dem Modernen. In ihrem Repertoire befinden sich einerseits traditionelle Lieder, die sie selbst oder mit ihrem Mann zusammen neu arrangiert. Der größten Teil der Stücke allerdings sind Eigenkompositionen in den verschiedensten Sprachen und Stilrichtungen. Es ist somit nicht möglich, und im Übrigen auch nicht der Wunsch von Christine Lauterburg, ihre Musik einer bestimmten musikalischen Stilrichtung zuzuordnen. Sie wurde sogar schon als Techno-Jodlerin bezeichnet. Dabei versucht sie einfach nur Musik zu machen und ihren Gedanken freien Lauf zu lassen. Wie man hört, ist ihr das bisher gut gelungen. Egal wo sie singt und jodelt, ob auf Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder anderen Festen, wie zum Beispiel dem Tanz&FolkFest in Rudolstadt 2000, ihr Jodeln lässt die Besucher staunen, schließlich aber doch freudig bewegt der Musik folgen. Ebenso wie ihre Gesänge ist auch ihr Publikum sehr verschieden. Junge Fans sind in gleicher Weise vertreten wie die älteren. Und das nicht nur in den deutschsprachigen Ländern. Christine Lauterburg kann bereits auch auf ein sehr erfolgreiches Konzert in China zurückblicken.

Mit dieser Art des Singens hat Christine Lauterburg vor etwa 14 Jahren begonnen. Bis dahin war sie als Schauspielerin im Theater und auf der Leinwand zu sehen. Aber es war ihr nicht genug, tagtäglich in irgendwelchen Tragödien, wenn auch nur als Schauspielerin, leiden zu müssen. Sie wollte etwas Neues machen, ihren Alltag anders vor allem aber auch selbst gestalten. Da besann sie sich, dass sie schon seit Kindeszeiten sehr gern gesungen hat. Doch für den klassischen Gesang war sie zu der Zeit bereits zu alt. Als gebürtige Schweizerin erinnerte sie sich an das dort noch sehr traditionell gepflegte Jodeln. Leider wurde in ihrem Elternhaus diese Pflege nicht betrieben. Also besuchte Christine Lauterburg Kurse in denen sie die richtigen Sing- und Jodeltechniken erlernen konnte. Die letzten Feinheiten, jene, die wohl die eigene Art ihrer Musik hervorheben, hat sie sich selbst anerzogen. Wobei sie sehr frei und offenen für Neues und Außergewöhnliches war. Natürlich ist sie das heute genauso wie noch vor 14 Jahren. Allein mit dem Akkordeon und der E-Geige zum Teil aber auch mit ihrem Mann zusammen zieht sie überall hin, wo man sie gern singen hört. Ihre Fans sind nicht nur in Europa zuhause, sondern finden sich auch in Asien. Nicht zu übersehen und zu überhören ist die Freude, welche sie am Jodeln und Musizieren hat. In ihren Jodel-Workshops kann man sich anstecken lassen.
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